Porträt der tunesischen Jugend

Bab Souika liegt am nördlichen Ende der Medina, der Altstadt, von Tunis. Das ganze Jahr über sitzen vor allem die männlichen Anwohner der Nachbarschaft in den Cafés auf diesem Platz, trinken Kaffee oder Tee und rauchen Schischa oder billige, algerische Zigaretten. Kaum zehn Minuten zu Fuß vom Touristen-Souk entfernt, sieht man hier nur wenige Ausländer. Selbst die wirtschaftliche Elite der nördlichen Vororte traut sich nur in den ausgelassenen Nächten des Fastenmonat Ramadan ins Viertel. Und trotzdem ist Bab Souika ein mythischer Ausgehort, berühmt in ganz Tunesien als Heimat des tunesischen Fußballrekordmeisters Espérance de Tunis.

Nicht nur weil sie hier Fußball gucken, verbringen auch Wassim und Fahd (beide 26) ihre Abende auf Bab Souika. Ihrer beider Familien sind wie die meisten Bewohner der Medina seit Generationen Tunisois und haben es zu einigem Wohlstand, das heißt vor allem dem Besitz eines Hauses, gebracht. In einem Land, wo ein einziges Gehalt oft für die ganze – generationenübergreifende – Familie ausreichen muss, spielt dieser Besitz eine wichtige Rolle. Vor allem auch, weil dieses eine Gehalt oft wenig stabil ist, wie etwa bei Fahds Vater, der freiberuflich als Fotograf arbeitet. Seine Eltern sind – wie viele in Tunesien, so sehr es ein Tabu bleibt – geschieden. Wassims Eltern sind Grundschullehrer.

Fahd und Wassim haben „natürlich“ auch demonstriert. Das erste mal gingen sie aber erst am 14. Januar 2011 dem Tag der Flucht Ben Alis auf die Straße als scheinbar ganz Tunis auf den Beinen war. Es war vor allem in den Wochen davor, dass die Jugend im Landesinneren den Sicherheitsapparat gewalttätig von der Straße vertrieben hatte. Auf den Taumel der Revolution, genährt von der Freude die arrogante und korrupte Staatsgewalt besiegt zu haben und der Hoffnung, dass sich jetzt alles zum Besseren ändern würde, folgte im Oktober 2011 die ersten freien Wahlen Tunesiens.

Da in den ärmeren Bezirken von Tunis so gut wie jeder ein zumindest seiner Rhetorik nach überzeugter und gläubiger Muslim ist, bot sich die islamistische Oppositionspartei Ennahda als Alternative zum vorherigen mafiösen Regime geradezu an. Sie gewann dann auch im Wahlbezirk Tunis 1 46% aller Stimmen. Obwohl auch Fahd und Wassim Ennahda, den „bons musulmans“, positiv gegenüber standen, wählten sie sie nicht: Fahd, weil er an seiner Eintragung in die Wahllisten scheiterte, Wassim, weil er sich für die Partei des späteren Präsidenten Moncef Marzouki entschied.

Gerade weil die beiden jungen Männer gläubig sind, spiegeln sie die Komplexität der Muslime Tunesiens in ihrem Umgang mit dem Islam wider. So leerte Fahd früher in dunklen Ecken oder auf der Toilette eines Cafés versteckt ab und an ein Dosenbier beim Fußballgucken, aß oder trank ein wenig tagsüber während Ramadan und raucht bis heute regelmäßig Haschisch. Wassim wiederum begeistert sich für Friedrich Nietzsche und Richard Dawkins, bemüht sich aber gleichzeitig die fünf vorgeschriebenen täglichen Gebeten einzuhalten.

Neben der Revolution ging das normale Leben natürlich weiter. Unter den 400 Besten seines Jahrgangs hatte Wassim, dank des französisch geprägten tunesischen Universitätssystems, in welchem die Note im Zentralabitur über die Studienfach- und Universitätseinteilung entscheidet, einen Platz an einer Eliteuniversität erhalten. Seine Hochschule IHEC, welche auf Management spezialisiert ist, befindet sich in Karthago, einer der reichen Vororte des nordöstlichen Tunis, direkt neben dem pompösen Palast des tunesischen Präsidenten. Wer hier studiert, kommt meistens aus der kulturell französisch orientierten Bourgeoisie des Landes. Für Wassim könnte der Bruch mit den traditionelleren Gesellschaftsstrukturen Bab Souikas kaum stärker sein. Das spiegelt sich auch in seinem Sozialleben wider: Freunde, die er an der Universität gefunden hat, kommen selbst auch aus eher benachteiligten Stadtteilen oder den ärmeren südlichen Vororten von Tunis.

Fahd hat sein Abitur nur mit Schwierigkeiten gemeistert. Er wurde als Informatikstudent an eine Universität in El Kef, fast an der algerischen Grenze, geschickt. Der damals 19-jährige erlag dort den Versuchungen des Lebens ohne elterliche Aufsicht und brach sein Studium nach einigen Semestern wieder ab. Seitdem versucht er, sich auf dem übersättigten tunesischen Arbeitsmarkt durchzuschlagen. Wie viele andere lancierte er sich als Einzelunternehmer – laut einem Weltbankreport sind 86% der tunesischen Firmen 1-Personen Unternehmen, welche 29% aller Angestellten – sich selber – beschäftigen. Mit dem Geld seiner Familie gründete er eine der unzähligen „Schuhfabriken“ in der Medina. Konkret bedeutet das in einem erdgeschössigen Kabuff ohne Fenster vorgefertigte Sohlen mit einer Ledergarnitur zu versehen. Abgesehen von der repetitiven Arbeit ist es vor allem die Hitze, die die nicht klimatisierten Kleinstfabriken im langen und heißen Sommer Tunesiens zur Hölle macht. Das baldige Ende seines Unternehmens war wohl absehbar.

Auch Wassim hatte Misserfolge zu bewältigen: Er musste an seiner verschulten Universität wegen einiger missratenen Prüfungen ein längere Zwangspause einlegen und dann ein Jahr wiederholen. Dank seines fast akzentfreien Französisch bekam er zwischenzeitlich einen Job in einem der vielen Call Center. Anders als einige seiner Kollegen musste er nicht die Demütigung erleiden, mit einem französischen Vornamen maskiert Haushalte in Frankreich anzutelefonieren, sondern durfte unter seinem eigenen Namen arbeiten. Fahd hatte denselben Job aufgrund seines „zu arabischen Französisch“ nicht bekommen.

Während sich seit dem Bürgerkrieg im Nachbarland immer noch Hunderttausende Libyer als Flüchtlinge in Tunesien aufhalten, gibt es auch einen statistisch noch weniger erfassten Strom junger, arbeitsloser Männer in die andere Richtung. Fahd begann auf Vermittlung eines Bekannten als Verkäufer in einer großen Patisserie in Tripolis. Doppelt so gut bezahlt wie Wassims Call Center Job arbeiteten dort 30 Tunesier und Ägypter im gleichen Gebäude, welches der Besitzer ihnen auch zum Schlafen bereitstellte. Acht Monate lang hielt Fahd diese Arbeits- und Wohnkombination in einem zerfallenden Staat aus. Nach einigen Differenzen mit seinem Chef kehrte er zurück in den Schoß der Familie und die heimatliche Arbeitslosigkeit.

Politisch ist in dieser Zeit viel passiert, Ennahdas Regierungskoalition beugte sich dem Druck der Straße und internationaler Organisationen und trat kollektiv – auch aus Angst vor einem Putsch, wie ihn die meisten islamistischen Parteien der arabischen Welt nach ihren jeweiligen Wahlsiegen erleiden mussten – zurück. An ihre Stelle trat eine prominent mit Exiltunesiern besetzte technokratische Regierung. Auch für Fahd und Wassim ist der anfängliche Enthusiasmus der Revolution verflogen. Den Sieger der Parlamentswahlen im Oktober 2014, der unter der Führung des 87-jährigen Béji Essebsi neugegründeten Partei Nida Tounes, sehen sie als simple Wiedergeburt der ehemaligen Regierungspartei RCD an. Selbst ihre wenigen Bekannten, die Essebsis Partei gewählt haben, hätten dies getan, weil sie sich von diesem Comeback eine Rückkehr zur vorrevolutionären politischen und wirtschaftlichen Stabilität erhofften. Selber haben die beiden aus reiner Ernüchterung, ja Fatalismus, nicht gewählt, wobei Wassim zumindest plant in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen gegen den hohen Favoriten Essebsi zu stimmen.

Es gibt natürlich viele Errungenschaften der Revolution, doch werden diese von den beiden nur begrenzt als solche wahrgenommen. Wassim betont etwa, dass die Polizeigewalt nachgelassen habe. Früher wurden junge Männer, die sich spätabends noch auf der Straße herumtrieben, von der Polizei drangsaliert, auch um sie als inoffizielle Informanten über die Nachbarschaft auszuhorchen. Fahd setzt dem gegenüber die Geschichte eines gemeinsamen Freundes, der grundlos nachts von der Polizei angehalten wurde und wegen des Besitz eines Joints für 6-Monate ins Gefängnis kam.

Was auch bleibt ist der Mentalitätswandel. In den Cafés von Bab Souika war vor der Revolution Fußball das einzige Gesprächsthema. Heute ist es die Politik. Keiner der beiden stellt das in Frage. Genauso wie tunesische Politik werden am Cafétisch internationale Konflikte aufgearbeitet. Fahd und Wassim diskutieren so auch emotional über IS – abwertend mit seinem arabischen Akronym als Daesh bezeichnet – und inwieweit ein Kalif heutzutage Macht über die Gläubigen ausüben sollte. Die Grausamkeit der Gruppe verurteilen sie, sind aber – in Tunesien haben Verschwörungstheorien Konjunktur – überzeugt davon, dass IS von den USA und „Zionisten“ geschaffen wurde. Nichtsdestotrotz kennen beide in ihrem erweiterten Bekanntenkreis junge Tunesier, die entweder selber nach Syrien als Kämpfer gegangen sind oder von ihren Eltern den Pass abgenommen bekommen haben, um sich nicht dorthin begeben zu können.

In Tunesien, „de toute manière, rien n’a changé“ sind sie überzeugt, gleichzeitig aber kritisiert Wassim harsch die „hyperliberalen“ Reformen, welche beide großen Parteien zumindest auf dem Papier anstreben. Genauso kritisch sieht er den noch amtierenden Präsidenten – und Präsidentschaftskandidaten – Marzouki, den er als „schwächlich“ abtut, weil er nicht „als starker Gegenpol zu Ennadha gewirkt hätte.“

Während Wassim als zukünftiger Absolvent der prestigeträchtigen IHEC einen Arbeitsplatz in einer Bank oder als Buchhalter angeblich relativ sicher hat, sieht die Zukunft für Fahd weniger einfach aus. Angesichts der extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit in Tunesien stehen ihm kaum vielversprechende Stellen offen. Er hat zwar oft Freundinnen, wird aber wohl nicht bald heiraten und eine Familie gründen können. Die, kulturell bedingte, strikte Verknüpfung zwischen einer sicheren, vernünftig bezahlten Stelle mit einer teuren Heirat – „absolutes Minimum 3.000€“ bei einem Mindestlohn der bei nur 150€ liegt – macht dies in naher Zukunft schwierig.

Im Jahr vier der tunesischen Revolution sind Fahd und Wassim längst wieder in die täglichen Probleme ihres weiterhin verkrusteten und korrupten wirtschaftlichen Systems zurückgefallen. Die Gründe warum sie und der Rest Tunesiens Anfang 2011 die Flucht Ben Alis freudig feierten sind in ihren Augen bisher kaum angegangen worden. Und doch bleiben sie trotz allem Pessimismus über die aktuelle Situation hoffnungsfroh: „Inshallah, ça viendra.“

Tunesien ist der einzige verbleibende Hoffnungsschimmer des arabischen Frühlings. Das Abgleiten ins Chaos verhindert zu haben, ist wohl vor allem seiner starken Zivilgesellschaft, der nach einer Lernphase konsensorientierten islamistischen Mehrheitspartei Ennahda, aber auch seiner personellen Kontinuität in Wirtschaft und Verwaltung, die stark an Deutschland nach 1945 erinnert, zu verdanken. Ob die alten Eliten, möglicherweise in einer breiten Koalition mit der Ennahda, es nun schaffen auch die regionalen und sozialen Ungerechtigkeiten sowie die Korruption anzugehen, welche als Fanal für die Revolution wirkten, bleibt offen. Die Zukunft von Fahd und Wassim sowie der tunesischen Jugend im Allgemeinen aber wird sich hieran entscheiden.

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John Dos Passos kommentiert PEGIDA

From Manhattan Transfer (1925)

‘No I tell you, Wilkinson, New York is no longer what it used to be when Emily and I first moved up here about the time the Ark landed … City’s overrun with kikes and low Irish, that’s what’s the matter with it … In ten years a Christian wont be able to make a living … I tell you the Catholics and the Jews are going to run us out of our own country, that’s what they are going to do.’

‘It’s not laughing matter; when a man’s worked hard all his life to build up a business and that sort of thing he dont want to be run out by a lot of damn foreigners, does he Wilkinson?’

‘The trouble with the people of this country is this, Mr Merivale’ … Mr Wilkinson frowned ponderously. ‘The people of this country are too tolerant. There’s no other country in the world where they’d allow it … After all we built up this country and then we allow a lot of foreigners, the scum of Europe, the off-scourings of Polish ghettoes to come and run it for us.’

‘And add to that the ignorance of these dirty kikes and shanty Irish that we make voters before they can even talk English.’

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de Beauvoir sur Berlin

de La force de l’âge

Pour un visiteur superficiel, Berlin ne semblait pas accablée par une dictature. Les rues étaient animées et joyeuses; leur laideur m’étonna; j’avais aimé celles de Londres et je n’imaginais pas que des maisons puissent être laides, un seul quartier échappait à cette disgrâce: une sort de cité-jardin récemment construite dans la périphérique et qu’on appelait “la case de l’oncle Tom”. Le nazisme avait aussi édifié en banlieue des cités ouvrières, assez confortables, mais qu’habitaient en fait des petits-bourgeois. Du Kurfürstendamm à Alexanderplatz, nous nous promenions beaucoup. Il faisait très froid, -15; nous marchions vite, et nous multipliions les haltes. Les konditorei me déplaisaient, elles ressemblaient à des salons de thé; mais je trouvais confortables les brasseries aux tables massives, aux odeurs épaisses. Nous y déjeunions souvent. J’aimais bien la grasse cuisine allemande, le chou rouge et le porc fumé, les bauernfrühstück. J’appréciai mois le gibier à la confiture, les plats inondés de crème qu*on servait dans les restaurants plus raffinés.

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Die frühe BRD…

trop souvent donne juste envie de vomir…

Karen Schönwälder – “La libéralisation est-elle seule à représenter un progrès?” dans Histoire et Migrations en Allemagne

En 1951, on remit en vigueur l’ordonnance policière de 1938 sur les étrangers, qu’on prit ensuite comme base pour élaborer la loi fédérale.

Dès 1952, la municipalité de Munich décida d’élaborer une loi sur les étrangers qui lui donnerait la possibilité d'”expulser les étrangers criminels et asociaux“, car “tant l’infiltration illégale en provenance de la Zone soviétique que -surtout- les entrées illégales d’étrangers [un exemple donné était celui de personnes déplacées revenues d’Israël], aggravent la situation du logement, déjà extrêmement tendu, pèsent fortement sur le marché du travail et sur l’assistance publique, enfin augmentent sans nul doute la criminalité.”

Les étrangers cherchant a être reçus en R.F.A. ne peuvent pas vraiment être considérés comme une élite“, estimait le ministère d’Etat à l’intérieur de Bavière en 1959. “Une grande partie des arrivants se compose d’éléments asociaux, criminels et aux opinions politiques peu sûres.”

En juin 1951, le ministère fédéral de l’Intérieur pressa le ministère du travail de reconnaître que “la situation spéciale de l’Allemagne, caractérisée par un afflux incontrôlé d’étrangers et d’apatrides à la suite de la guerre de l’Après-guerre, ne pourrait être administrée” seulement d’après les dispositions de l’ordonnance sur les étrangers. Là encore, on escamotait le fait que les étrangers et les apatrides n’étaient pas arrivés dans “un afflux incontrôlé” mais avaient souvent été déportés en Allemagne comme prisonniers ou travailleurs forcés.

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Le problème de base de la politique étrangère occidentale dans deux phrases

Dans Le Monde et sur le mort de Paul Jean-Ortiz, conseiller diplomatique de l’Elysée

Ce spécialiste de la Chine avait intégré l’équipe du président de la République immédiatement après son élection en mai 2012. Il avait notamment pesé dans l’engagement des troupes françaises au Mali et sur la position de la France sur le dossier syrien.

http://www.lemonde.fr/politique/article/2014/07/31/mort-de-paul-jean-ortiz-conseiller-diplomatique-de-l-elysee_4464939_823448.html

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Piketty qui s’en prend à ses collègues américains

“Ces groupes sociaux [le décile supérieur de la hiérarchie des revenus] ont connu depuis les années 1970-1980 des hausses de revenus sensiblement supérieures à la croissance moyenne de l’économie américaine, ce qui n’est pas négligeable.

On trouve par exemple dans ces groupes les économistes universitaires américains qui ont souvent tendance à considérer que l’économie des États-Unis fonctionne plutôt bien, et en particulier qu’elle récompense le talent et le mérite avec justesse et précision: voici une réaction bien humaine et compréhensible.”

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Zaporizhia

Zaporizhia lies at 200 kilometers from Donetsk, on the highway that runs from Crimea to Moscow. Donetsk and Luhansk of course, further to the east, are where an Italian photographer was killed on Saturday, pro-governmental militia members on Friday, and regular Ukrainian soldiers on Thursday.

There, “nobody understands what happens” as Mikhaïl Boulgakov writing about Kiev in 1918 put it in The White Guard. Are those fighting paid and incited by the Russian government? Or simply Russians themselves? Nationalist volunteers or special forces? It has been claimed that the main servers from the Ukrainian Central Election Commission were hacked, many Ukrainians mockingly deride this claim as a cover up for their administration’s incompetence. What is true, what is false, what is propaganda, what are the proverbial grains of truth? No one truly knows and if they claim they do, chances are they are deceiving either you or themselves.

Yet, here in Zaporizhia, where it is almost shockingly calm. Youngsters sell the Ukrainian flags that have become fashionable recently on the side of the road. Couples hang out near the Dniepr. In the villages men sit in the shade drinking beer and at night well-dressed young men and women flock to the town’s party mile. And then all of a sudden you come across two men beating a third lying on the ground and who has blood running down the side of his head. An act of random violence? People stare but no one intervenes and onlookers claim the man had sympathies with the separatists’ cause but do they really know that?

How to reconcile this eerie quiet and single sudden interruption with what social media and traditional journalism report from the neighboring regions? Here ten seemingly unarmed men stand guard at the regional Rada (parliament) to prevent a takeover of the building, and a middle-aged man with a boastworthy belly claims to have a thousand men at his command. Most everybody is disillusioned politically but virtually everyone proclaims his adherence to Ukraine and his incomprehension towards the supposed problem that were the linguistic question. Both the Ukrainian and Russian language are used interchangeably. But then again, who really know what is true, what is being said and what is left out?

Ever since this morning the elections are underway, people are milling to the electoral stations, from the outside looking in, participation seems to be high. They wear their Sunday best or traditionally styled clothes or even a dress in the colors of the Ukrainian flag. The older have a higher presence than the young.

Rumours about what or who may incite violence later today or in the night abound, some people are afraid to vote or shun the whole process either because they are politically disillusioned or because they sympathize with anti-government militants in the Donbass . Parts of Ukraine clearly live turmoil and violence on election day, yet as the sun sets in this region bordering Ukraine’s very east, a calm election day draws to an end.

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